Dünger

Eines vorneweg: Es gibt viele Möglichkeiten zur Düngung. Es können organische und mineralische Dünger verwendet werden. Darüber hinaus gibt es noch Bio-Dünger, die meistens organische Dünger sind und Langzeitdünger, die ihre Nährstoffe über einen längeren Zeitraum, wie z.B. 3 Monate, 6 Monate oder 9 Monate abgeben.

Organische Dünger müssen erst durch die Mikroorganismen in der Erde pflanzenverfügbar gemacht werden. Daher wirken sie nicht sofort nach der Düngergabe. Eine eventuelle Überdüngung zeigt sich auch erst später. Beispiele für organische Dünger sind Mist, Pflanzenjauchen, Hornspäne, Kompost, Zuckerrübenvinasse, usw. Zum Einsatz in Hydrokulturen sind diese Dünger nicht geeignet. Da oft natürliche Stoffe und Abfallstoffe verwendet werden ist die Herstellung organischer Dünger meistens recht umweltfreundlich. Waren die Ausgangsstoffe bereits umweltbelastet sind die Schadstoffe auch im daraus hergestellten Dünger enthalten.

Mineralische Dünger liefern die Nährstoffe in direkt pflanzenverfügbarer Form. Sie wirken daher ziemlich schnell nach der Düngergabe. Mit ihnen kann daher leider auch relativ leicht überdüngt werden. Eine eventuelle Überdüngung zeigt sich ziemlich schnell. Beispiele für mineralische Dünger sind Blaukorn, Nährsalze wie Compo Hakaphos, usw. Mineralische Dünger werden bergmännisch gewonnen oder chemisch hergestellt. Dadurch wird die Umwelt durch den Energieverbrauch belastet. Allerdings sind die gewonnenen Dünger relativ rein und schadstofffrei. Da immer eine definierte Zusammensetzung vorliegt kann auch gezielt dosiert werden.

Nicht nur die Art der Herstellung spielen eine Rolle, sondern auch die Handhabung und die Kosten. Da ich bei meinem Anbau in der Wohnung und auf meinem Balkon keinen Platz habe, um Kompost zu erzeugen und mineralische Dünger wie die Hakaphos-Nährsalze sehr günstig sind, verwende ich überwiegend den Hakaphos Soft Spezial von Compo. Der Hakaphos Soft Spezial passt mit dem NPK-Verhältnis 18:8:22(3) fast ideal zur Zucht von Chilipflanzen über die gesamte Saison. Für Rocotos (C. pubescens) verwende ich den Hakaphos Blau mit dem NPK-Verhältnis 15:10:15(2), da ich im Chiliforum von Hot-Pain.de die Empfehlung von einem erfahrenen Rocotoanbauer erhalten habe, einen Dünger mit ausgeglichenem NPK-Verhältnis zu nehmen. So sieht mein (grobes Düngeschema) derzeit aus:

DüngerDosierungPflanze
Hakaphos Soft Spezial0,3g pro Liter GießwasserErste Wochen bei Anzucht in Steinwolle oder Kokos (pH-Korrektur auf pH6 bis pH6,5)
Vordüngung der Erde---Jungpflanzen (ca. erste 3 Wochen in neuer Erde)
Hakaphos Soft Spezial0,5g pro Liter GießwasserJungpflanzen (nach ca. 3 Wochen in gleicher Erde)
Hakaphos Soft Spezial0,5 bis 1g pro Liter GießwasserGrößere Jungpflanzen (Erde)
Hakaphos Soft Spezial1 bis 1,5g pro Liter GießwasserC. annuum, kleinere Sorten C. chinense im Endtopf (Erde)
Hakaphos Soft Spezial1,5 bis 2g pro Liter GießwasserStarkwüchsige C. chinense im Endtopf (Erde)
Hakaphos Blau2 bis 2,5g pro Liter GießwasserRocotos im Endtopf (Erde)

Die Angaben beziehen sich auf die Düngung einmal die Woche über das Gießwasser. Als organischen Dünger verwendete ich früher (und gelegentlich heute auch noch) den Bio Trissol Tomate von Neudorff.

4 Gedanken zu „Dünger“

  1. Beim Anbau in Erde gießt man nicht unbedingt jeden Tag. Daher ist die Angabe für die Düngung einmal die Woche schon sinnvoll. Prinzipiell kann man natürlich weniger stark aber öfter düngen. Wenn man mit einer Tropfbewässerung arbeitet kann man das auch machen, also mit niedriger Dosierung und immer mit düngen.

  2. Hallo Markus,

    ist Deine Dosierung zum Hakaphos Dünger für tagliches/regelmäßiges Gießen oder in dieser Dosierung für nur 1-2 mal die Woche?

    Gruß Ralf

      1. wäre es nicht vielleicht noch besser, die dosierung /7 weiter herunterzufahren und somit täglich zu düngen?

        habe gerade das datenblatt gelesen, compo geht bei ähnlichen (höheren im Freiland) dosierungen von 1-2 pro woche aus.

        die werden schon wissen, was sie tun, sollte man annehmen.

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