Archiv der Kategorie: Technik

LED-Tech.de Growmodule

Mittlerweile gibt es von LED-Tech.de Growmodule mit weißen LEDs. Die Farbtemperaturen sind 2700K, 4000K und 5000K. Damit läßt sich eine Chili-Anzucht wohnraumtauglich beleuchten. Die Growmodule mit weißer Lichtfarbe von LED-Tech.de setzen auf bewährte Osram Duris E5 LEDs, die ich auch schon erfolgreich in der Variante mit 4000K zur Anzucht von Chilis verwendet habe.

Die Growmodule sind in jedem Fall eine gute Alternative zu den Sanlight M30. Mit Abstandshaltern lassen sich die LED-Tech Growmodule auch gut unter ein Regalbrett schrauben. Dazu versuche ich noch, eine kostengünstige Befestigungslösung zu finden.

Growmodule mit Osram Duris E5 von LED-Tech.de

Für den Test sind sie in den Rahmen eingebaut, der mit einem Starter-Set des Plug&Grow-Systems mitgeliefert wurde. Dazu habe wurden die rot-blau leuchtenden Module abgeschraubt und durch die neuen Growmodule ersetzt.

Growmodule im Rahmen des Starter-Sets

Das Paar Growmodule reicht im Abstand von 50cm mindestens für 0,5m². Am Rand der Fläche konnte ich über 4500 lux messen, unter dem Modul 8000 lux. Im Betrieb bei Zimmertemperatur 21°C werden die Kühlkörper der Growmodule nur ungefähr 42°C warm.

Messwert 1
Messwert 2

Link zum Growmodul bei LED-Tech.de: https://www.led-tech.de/de/LED-Module/SYSTEM250-PlugundLight/SYSTEM250-PlugundGrow-Kit-4000K-LT-3143_242_254.html

Diskussion zum Thema bei Chili-Pepper.de: https://chili-pepper.de/index.php?threads/led-tech-system250-plug-grow-starter-set.481/#post-6258

Samsung inFlux Linear L09 4000K

Momentan habe ich ein LED-Modul Samsung inFlux Linear L09 4000K zusammen mit einer Osram Konstantstromquelle OT FIT 80 1200mA/1400mA/1550mA im Test, welches von LED-Tech.de zur Verfügung gestellt wurde. Zuerst war das Modul auf einem Aluprofil mit 50mm Breite, 20mm Höhe und 2mm Wandstärke befestigt. Zum Test (bis etwa 15min Betrieb) und für ein paar Messungen reichte die Wärmeableitung des Profils aus. Für einen längeren Betrieb wurde das Profil und damit auch das Modul zu warm.

Mittlerweile ist das Modul auf einen Kühlkörper (Meterware) mit wärmeleitenden Kleber geklebt. Geschätzt kann man mit dem LED-Modul mehr als einen halben Quadratmeter (ohne zusätzliches Tageslicht) beleuchten. Das Modul soll über 9000 Lumen bringen. Es hat bei 1200mA fast 60W, bringt aber über 2000 Lumen mehr als eine neutralweiße 70W MH-Dampflampe mit Keramikbrenner. Es sieht also für die Beleuchtung einer Chilianzucht vielversprechend aus.

https://www.led-tech.de/de/LED-Modu…-inFlux-Linear-L09-4000K-LT-3018_242_243.html
https://www.led-tech.de/de/LED-Cont…-80-1200mA/1400mA/1550mA-LT-2894_118_119.html

Bei 32cm Höhe über der zu beleuchtenden Fläche hat man in der Mitte unter den LED 345µmol/s/m², bzw. ca. 18000 Lux, 40cm quer zum Modul sind es noch 110µmol/s/m², bzw. ca. 5400 Lux. Der gemessene Gesamtverbrauch mit Konstantstromquelle ist 67W.

Link zum Thema im Forum Chili-Pepper.de

Autopot

Damit ich zwischendurch mal meine Chilipflanzen ein paar Tage alleine lassen kann, muss ich neben der automatisch laufenden Beleuchtung und der Bestäubung durch einen Ventilator auch automatisch bewässern. Verschiedene automatische Bewässerungen waren mir nicht leistungsfähig genug. Andere zu unflexibel. Am liebsten ist mir auch eine Lösung ohne Strom, die auch auch auf dem Balkon nutzen kann. Daher habe ich mir nun nach längerem Überlegen ein paar Autopots bestellt. Heute sind sie angekommen. Zwei Autopot 1Pot XL mit 25 Liter sind für starkwüchsige Pflanzen, wie z.B. die Trinidad Hornet gedacht. Vier weitere 1Pot-Module mit 15 Liter ergänzen die beiden großen Töpfe.

Ein Wassertank mit 47 Liter Volumen gehört zum Set mit den vier 1Pot-Modulen. Jetzt fehlt mir nur noch Blumenerde zum Umtopfen der indischen Projektsorten. Morgen oder Samstag werden die Chilipflanzen aus dem Chilihaus ausgeräumt und umgetopft.

Bisher hatte mich der Preis für die Autopots davon abgehalten sie zu kaufen. Die Töpfe sollten aber jahrelang nutzbar sein, was die Anschaffungskosten relativiert. Konkreter Kaufanlass war eine viertägige Abwesenheit in der letzten Woche. Die ganze Zeit war ein schlechtes Gefühl da, ob die Pflanzen genug Wasser hatten. Draußen auf dem Balkon funktionierte es nur weil es nicht mehr so warm war. An warmen Tagen reichte einmal gießen nur für maximal zwei Tage.

Zum Thema im Forum

Test: Blumfeldt Aquanova

Die Blumfeldt Aquanova ist eine automatische Bewässerungsanlage für bis zu 10 Topfpflanzen mit eigener Ansaugpumpe und einem LCD-Display mit Wasserstands- und Batteriewarnsignal. Sie ist bei Amazon erhältlich und kostete 21,99 zuzüglich Versand. Es scheint ein Gerät zu sein, das von verschiedenen Firmen gelabelt und in Ebay und Amazon unter verschiedenen Namen vertrieben wird. Betrieben werden das Display und die Pumpe durch 4 Mignonzellen. Im Test funktionierte die Bewässerung auch mit Ni-MH-Akkus. Die Bewässerungsschläuche müssen aus den beiliegenden 10m Schlauch zugeschnitten werden. Über die mitgelieferten Edelstahlheringe verankert man sie in der Pflanzenerde im Topf. Das Bewässerungsintervall, wie oft am Tag gewässert wird und die Bewässerungszeit lassen sich auf dem Display einstellen. Das Gerät kann man mit Halteklammern am Rand eines Eimers gut befestigen.

Im Test fiel auf, dass der Deckel des Batteriefachs mit kleinen Schrauben befestigt wird. Diese lassen sich aber nur mit einem Feinschraubendreher rein drehen. Das geht aber so schwer, dass die Schrauben praktisch kaum ganz rein gedreht werden können. Deshalb wurde der Deckel während des Tests mit Tesafilm aufgeklebt.

Die Schläuche sind in der Packung relativ eng zusammen gerollt und lassen sich kaum gerade auslegen. Sie gehen auch nur schwer in die dafür vorgesehenen Löcher des Verteilers, schließen aber dicht ab und lassen sich auch wieder heraus ziehen. Nicht belegte Anschlüsse des Verteilers können mit Verschlusskappen verschlossen werden. Auch diese halten dicht und lassen sich wieder lösen.

Getestet wurde mit drei Schläuchen mit jeweils 1m Länge und einer Bewässerungszeit von 1 Minute. Einstellbar ist eine Zeit von bis zu 99 Sekunden. Nach 12 Pumpdurchgängen, die über die Test-Taste ausgelöst wurden, war immer noch genug Energie in den Akkus, die nur teilweise geladen waren. Mit 3 Schläuchen sind nach 7 Durchgängen mit jeweils 1 Minute Dauer ziemlich genau 3 Liter Wasser durch die Pumpe geflossen.

Die Leistungsangabe steht etwas versteckt auf dem Deckel des Batteriefachs: 6V, 3W

Fazit: Das Gerät ist günstig. Es braucht allerdings Batterien, läuft aber auch mit Akkus. Um bis zu 10 kleine Topfpflanzen ein paar Tage zu versorgen ist das Gerät definitiv ausreichend. Um größere Chilipflanzen zu versorgen braucht man für eine Pflanze mehrere Schläuche. Die Pumpe muss dazu mehrmals am Tag 1 bis 1,5 Minuten laufen, um die erforderliche Wassermenge zu pumpen. Für zwei bis drei Pflanzen könnte das wenige Tage funktionieren, bis ein Batteriewechsel nötig ist. Dass sich Plastikschläuche schlecht gerade auslegen lassen, besonders wenn sie aufgerollt waren, ist ein bekanntes Problem, das man nicht dem Gerät zuschreiben kann. Wenn man die Schläuche in warmes Wasser legt, lassen sie sich etwas besser gerade ziehen. Ärgerlich ist der Verschluss des Deckels mit den Schrauben. Anfangs lassen sich die winzigen Schrauben kaum rein drehen. Wenn man es öfters gemacht hat vielleicht schon. Vielleicht halten sie dann aber auch nicht mehr richtig. Dafür gibt es bessere Lösungen.