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Empfehlungen Topfgrößen für Chilipflanzen

Die Frage nach der Topfgröße für Chilipflanzen für den Rest der Saison ist jetzt im Frühjahr wieder aktuell. Ich empfehle folgende, ungefähre Richtwerte für die Topfgröße:

  • klein bleibende Sorten: 5 Liter
  • kleine Ziersorten, Candlelight-Mutant: 1,5 bis 3 Liter
  • Chilisorten allgemein: ab 10 Liter
  • verschiedene größere Baccatum-Sorten: ab 15 bis 20 Liter
  • verschiedene größer wachsende Chinense-Sorten (z.B. Bhut, verschiedene Trinidad-Sorten): ab 15 bis 20 Liter
  • Rocotos: ab 30 Liter
  • Gemüsepaprika: ab 15 Liter

Das Netz an den Quelltabs dran lassen oder abmachen?

Um die Quelltabs aus Torf oder Kokos ist ein feines Netz oder eine dünne Hülle, die dazu dient den Tab zusammen zu halten. Laut Aussage verschiedener Hersteller kann man die Quelltabs einfach einpflanzen ohne die Hülle abzumachen. Das Netz würde sich in der Erde auflösen und die Wurzeln könnten hindurch wachsen. Bei verschiedenen Pflanzen, die draußen ins Beet getopft werden, funktioniert das meistens auch.

Paprika- und Chilipflanzen haben anfangs zu feine Wurzeln, die nicht immer ungehindert aus der Seite des Quelltabs heraus wachsen. Die Zeit im Topf während der Anzucht reicht nicht aus, dass sich das Netz um den Tab auflöst. Das behindert teilweise das Wurzelwachstum, denn die Wurzeln können oft nur gerade nach unten ungehindert aus dem Quelltab wachsen. Die glatte Seite des Quelltabs kann für das Gießwasser wie eine Art Barriere zur Erde wirken. Das Wasser läuft dann beim Gießen außen am Tab vorbei. Die Erde ist nach dem Gießen feucht, der Wurzelballen bleibt aber eventuell trotzdem relativ trocken.

Ob und wie stark die genannten Probleme auftreten ist bei den verschiedenen Quelltabs unterschiedlich. Es ist trotzdem empfehlenswert, das Netz oder die Hülle der Quelltabs vor dem Eintopfen zu entfernen oder zumindest aufzuschneiden.

Gewöhnung an das Sonnenlicht

Bald ist es wieder aktuell. Die Chili-Jungpflanzen werden an das Sonnenlicht gewöhnt bevor sie Ende Mai endgültig raus ins Freie kommen. Mehr dazu ist in den Foren-Ressourcen von Chili-Pepper.de beschrieben. https://chili-pepper.de/index.php?resources/gew%C3%B6hnung-der-jungpflanzen-an-das-sonnenlicht.5/

Für Pflanzen, welche die Saison im Gewächshaus verbringen ist eine spezielle Eingewöhnung an das Sonnenlicht i.d.R. nicht notwendig, da die UV-Strahlung durch Fenster, Doppelstegplatten oder Folie abgeschwächt wird.

Männliche und weibliche Paprika?

In einer Chili-Facebookgruppe tauchte heute das Bild aus dem (bearbeiteten) Screenshot auf. Das Bild stammt ursprünglich von einer „Gesundheitsseite“. Der Text auf dem Bild ist aus fachlicher Sicht einfach Blödsinn und daher mit „Fake News“ markiert.

Paprika (Capsicum) hat Blüten, die einhäusig und zwittrig sind. Es sind also der männliche Teil (Pollensäcke) und der weibliche Teil (Stempel) zusammen in einer Blüte enthalten. Nach der Bestäubung (die auch mit eigenen Pollen erfolgen kann, also Selbstbestäubung) bildet sich aus der Blüte die Frucht. Daher gibt es bei Paprika definitiv keine Unterscheidung zwischen weiblichen und männlichen Früchten. Bei anderen, zweihäusigen Pflanzen entstehen die Früchte aus der weiblichen Blüte und nicht aus der männlichen.

Das Forum Chili-Pepper.de feiert seinen ersten Geburtstag

Am 10.01.2017 wurde das Forum Chili-Pepper.de von mir (mph) eröffnet und ist ordentlich gewachsen in seinem ersten Jahr. Mittlerweile gibt es über 50 Ressourcen, darunter viele Anleitungen für die Chili-Anzucht und den Anbau und die Pflege von Chili und Paprika, über 500 Themen und über 6500 Beiträge. Über 100 Chilisortenbeschreibungen wurden auch schon zusammen gestellt. Ein Wanderpaket ging im Herbst auf die Runde. Interessant ist auch der „Chili-TÜV“. Schaut einfach rein, meldet Euch an und diskutiert mit.