Neulingshilfe Kunstlichtanbau Teil 1

Heute startet die Aussaat für die Saison 2015. Ausgesät wurden Giant Mexican Rocoto (C. pubescens), Habanero Gold (C. chinense) und Jalapeno brown (C. annuum). Weitere Annuum-Sorten werden erst später ausgesät. Für die Neulingshilfe Kunstlichtanbau 2015 gibt es nun eine kurze Beschreibung.

Für die Aussaat großer Mengen sollte die Vorgehensweise angepasst werden. In einem solchen Fall bietet es sich an, entweder Multitopfplatten zu nehmen oder immer mehrere Samenkörner in einem größeren Topf auszusäen, sie mit Glasplatten abzudecken und in eine temperierte Box oder einem entsprechend geheizten Raum zu stellen. Wenn man nur ein paar Minigewächshäuser benötigt, können auch mehr Samen ausgesät werden, indem man kleinere Töpfe oder Becher benutzt als ich bei dieser Aussaat genommen habe. Die gezeigte Methode eignet sich wenn eine überschaubare Anzahl von Chilipflanzen ausgesät wird.

Als Unterlage für die Heizmatte benutze ich eine Holzplatte, damit eine Isolierung nach unten besteht und gleichzeitig das Minigewächshaus mitsamt Zubehör gut transportierbar bleibt. Die Heizmatte hat rund 10W. Zum Einstellen der Temperatur verwende ich ein günstiges Steckdosenthermostat mit Temperaturfühler.

Holzplatte, Heizmatte ca. 10W, Thermostat
Holzplatte, Heizmatte ca. 10W, Thermostat

Untergebracht werden die Töpfe in einem solchen Minigewächshaus. Kostenpunkt rund 4 Euro. Manchmal bekommt man sie in den Baumärkten auch zusammen mit Kokosquelltabs oder im Angebot.

Minigewächshaus
Minigewächshaus

Als Substrat verwende ich die Aussaaterde von Composana. Diese Erde enthält bereits Perlite, aber in meiner Mischung kam noch ein Zuschlag von rund 10% Perlite hinzu. Perlite sorgen für eine bessere Drainage der Erde.

Aussaaterde
Aussaaterde

Die Töpfe fülle ich nicht ganz bis zum Rand, sondern lasse etwa 2cm zusätzlichen Raum nach oben. So kann man bei Keimlingen, die in den ersten Tagen etwas in die Höhe gehen, einfach Erde nachfüllen. Auch bei Keimlingen, die ihre Samenhülle nicht verlieren und gerade aus der Erde gekommen sind, kann man feuchte Erde nachfüllen. Oft weicht die Samenhülle dann genug auf und wird abgestreift. Es funktioniert zwar nicht immer, aber die ein oder andere Operation kann man sich damit ersparen.

Topf nicht ganz bis oben füllen
Topf nicht ganz bis oben füllen

Die Erde wird gut befeuchtet. Das kann durch Einweichen im Wasserbad geschehen, aber auch durch Gießen von oben. Wichtig ist, dass die Erde ziemlich feucht ist. Die Samenkörner drückt man rund 0,5 bis 1cm tief in die Erde. Auf vorheriges Einweichen des Saatguts verzichte ich. Man sollte gleich alle Töpfe beschriften. Ich verwende Steckschilder, die später mit den Pflanzen in den nächst größeren Topf mitwandern.

Im Minigewächshaus gibt es eine Besonderheit. Für die Keimung ist die Temperatur in der Erde relevant. Deshalb steckt der Temperaturfühler des Thermostats in der Erde. Damit ich nicht versehentlich das Saatgut beim Hantieren ausgrabe, steckt der Sensor in einem „Blindtopf“, der genauso viel feuchte Erde enthält wie die anderen Töpfe. Das Thermostat ist so eingestellt, dass es bei unter 25°C einschaltet und bei über 27°C ausschaltet.

Minigewächshaus fertig bestückt
Minigewächshaus fertig bestückt

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